Parks statt Parkplätze

Wer Straßen sät, erntet Verkehr

Ein gemeinsames Projekt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle/Multimedia|VR-Design, der Hochschule Magdeburg-Stendal/Interaction Design & Industrial Design und der Hochschule Anhalt/Industrial Design.

NOWHAUS – Zukunftsvisionen für ein neues Klima – angemessen, wünschenswert und umsetzbar.

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Parks statt Parkplätze // PARK(ing) Day from Burg Halle on Vimeo.

Das Auto ist ein verlässlicher Helfer auf Abruf – kaum verwunderlich, dass es einen hohen emotionalen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen hat. Ganze Städte wurden um das Auto herum gebaut und autogerecht gemacht. Mit etwa 47 Mio. Fahrzeugen, die bewegt und abgestellt werden (Tendenz steigend) kommen wir an unsere Kapazitätsgrenzen. Das Auto wird im Schnitt nur eine Stunde am Tag gebraucht und transportiert durchschnittlich nur 1,5 Personen pro Fahrt – ein ineffizientes Fortbewegungsmittel. Besonders in Städten sind die unzähligen, parkenden Autos ein Problem. Städtischer Raum wird immer knapper und kann so viel mehr sein als nur eine Abstellfläche. 

Park(ing) Day

Parks statt Parkplätze ist das Motto des Park(ing) Days – ein internationaler Aktionstag, der auf Flächen(un)gerechtigkeit aufmerksam macht. Durch meinen Kurzfilm soll der Aktionstag eine größere Reichweite bekommen, um Bewusstsein für die aktuelle Lage in Städten zu schaffen.

Der Animationsfilm ist im Hochformat angelegt, da er über Social Media geteilt werden soll und Plattformen wie Facebook und Instagram vorrangig über das Smartphone besucht werden. Das Gestaltungskonzept ist eine lebendige Neuinterpretation des eingestaubten Collage-Stils mit moderner Form- und Farbgebung. Der Film soll  – ganz nach Vorbild des Bauhauses – das Auto entemotionalisieren.

In meinem Projekt ist der Parkplatz ein Startplatz für neue Ideen und eine Einladung zur gemeinschaftlichen Partizipation und Stadtgestaltung.

Rückblick zum Bauhaus

Unsere Projektarbeit startete mit dem Bauhaus, welches nicht nur für seine innovative Formensprache in der Gestaltung entwickelte, sondern auch eine progressive Kultur lebte. Den Bauhausgründern ging es darum, die zeitgenössischen Glaubenssätze infrage zu stellen und neu zu definieren. So wollten sie die Trennung zwischen Kunst und Handwerk aufheben und gesellschaftliche Unterschiede beseitigen. Die im Bauhaus gelebten Grenz- und Disziplinüberschreitungen, um neu zu denken und arbeiten, spielten auch in unserem Projekt eine zentrale Rolle: Design-ProfessorInnnen aus drei Hochschulen in Sachsen-Anhalt arbeiten mit ihren Bachelor- und Master-Studierenden interdisziplinär an diesem Projekt. Wir wollten im Projekt herausfinden, was die Inhalte, Themen und Werte des Bauhauses waren und was davon in unserer heutigen Gesellschaft noch bestand hat. Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung von Megatrends werden wir Zukunftsvisionen entwickeln und diese filmisch präsentieren.

Ein Workshoptag geht zu Ende: Ideenfindung im Schauwerk in Magdeburg

WS 2019/20, 9. Semester

Claudia Machnik

Als Designerin entwickle ich durchdachte Designlösungen für nachhaltige Unternehmen und Selbstständige, die die Welt ein kleines Stückchen besser machen wollen. Gutes Design fällt auf und bleibt im Kopf!